Steinsfeld

...ist nach Ausweis des Ortsnamens ein sehr altes Dorf, dessen Gründung möglicherweise ins 8. Jahrhundert zu datieren ist. Bedeutendster Grundherr war das Kloster Theres; bereits eine kaiserliche Güterbestätigung von 1366 nennt für das Kloster zwölf Güter in Steinsfeld. 1377 gab es Streit mit dem Ritter Dierich v. Hornberg wegen der Vogtei über das Dorf. 1413 verkaufte Peter Hartlieb, Burgmann zu Hohenburg, ein Gut zu Steinsfeld an Bischof Albrecht von Bamberg; dieses Gut war ein Lehen des Klosters Theres, weshalb er den Abt von Theres bat, dieses nun dem Hochstift zu leihen (...). Ansonsten verfügte das Hochstift Bamberg hier über ein Lehen, das schon seit dem 14. Jahrhundert zum Amt Ebersberg gehörte. Schließlich hatte auch das Kloster Ebrach hier Besitzungen, die zur Kurie St. Gangolph gehörten; das Güterverzeichnis von 1340 nennt eine Manse (=Hof) und eine Mühle; die Manse war 1185 durch Hermann Mützel dem Kloster geschenkt worden.

Das hohe Alter des Ortes und die Tatsache, dass das Kloster Theres hier sehr bald über umfangreichen Besitz verfügte, legen den Schluss nahe, dass Steinsfeld ursprünglich im Besitz der Babenberger gewesen sein könnte und zusammen mit Theres Anfang des 10. Jahrhunderts in den Besitz des Reiches überging. Das Dorf ist dem Kloster Theres dann wohl schon als Gründungsausstattung übergeben worden.

Dieser vorstehende Kurzabriss aus dem im Jahre 2003 herausgebrachten "Historischen Altas von Bayern" von Alexander Tittmann ist der einzige zugängliche Hinweis auf die ältere Geschichte von Steinsfeld. Steinsfeld soll zwar schon 1260 urkundlich benannt und 1319 der Name von "Steinsuelt" in "Steinfelt" umgewandelt worden sein, Belege hierfür sind jedoch nicht vorhanden.

Pfarrkirche Steinsfeld

Über die Baugeschichte der dem hl. Sebastian geweihten Pfarrkirche gibt es Widersprüche. Nach der Inschrift stammt die Renaissance-Kanzel von 1609 und damals waren Egidius Hauck und Georg Bräutigam Heiligenmeister, das heißt Kirchenpfleger. Danach müsste in Steinsfeld bereits vor 1613 eine Kirche gestanden haben. Sicher ist, dass 1721/1722 ein Neubau errichtet wurde. Steinsfeld gehörte zu dieser Zeit zum Kloster Theres. Der Hochaltar stammt aus der ersten Kirche der Abtei Kirche. Die Chorstühle wurden nach der Säkularistion des Klosters Theres erworben. Am 17. April 1851 konfirmierte der Würzburger Bischof Georg Anton von Stahl die Errichtung einer Pfarrkuratie in Steinsfeld und die Lösung von der Mutterpfarrei Haßfurt. Mit Wirkung vom 01. Januar 1950 erhob Bischof Dr. Julius Döpfner Steinsfeld zur Pfarrei und legte es mit der bisherigen Haßfurter Filialgemeinde Wonfurt zusammen. Zum ersten Pfarrer von Steinsfeld-Wonfurt ernannte er Dr. Joseph Steinmüller.

Im Zuge der Gebietsreform hat sich Steinsfeld zum 01. Mai 1978 freiwillig in die Gemeinde Wonfurt eingegliedert. Der letzte Bürgermeister war vom 01. Juni 1964 bis 30. April 1978 Gregor Voit.

Fachwerkhaus in der Steinsfelder Str. im OT Steinsfeld

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