Joseph Greising

Ursprünglich Zimmermeister, arbeitete er sich durch außerordentliche Begabung und Geschick zum bevorzugten Architekten des Fürstbischofs Johann Philipp von Greiffenclau (1699 - 1719) empor. Die Klosteranlage Ebrach, die Ritterstiftskirche Großcomburg, der barocke Neumünsterumbau in Würzburg oder der Fürstenbau des Juliusspitals zählen zu seinen Hauptwerken. Seine enorme Bedeutung für den fränkischen Barock wurden durch den noch größeren Ruhm seines Schüleres Balthasar Neumann bis heute stark verdunkelt und wurde erst durch eine 2006 von Johannes Mack eingereichte Doktorarbeit zu Greissings Leben und Werk umfassend aufgearbeitet.

Greising war der Lehrer und direkte Vorgänger von Balthasar Neuman als Hofbaumeister in Würzburg. Er hatte das Schicksal, dass der Gößere - Balthasar Neumann - sein unmittelbarer Nachfolger wurde und ihn in der Folgezeit, restlos überschattet. Bis vor kurzem fanden daher die Werke Joseph Greissings nicht die entsprechende Anerkennung. Einige seiner Gebäude wurden sogar fälschlicherweise seinem Schüler Balthasar Neumann zugeschrieben. Gerade im Kreis Haßberge und angrenzenden Gebieten stehen besonders viele Zeugnisse seinere kunst. Nicht alleine die Schlösser Obertheres (ehem. Kloster), Burgpreppach, Gereuth und Oberschwappach, sondern auch die Kirchen von Friesenhausen, Gereuth, Untertheres und das jetzige Rathaus von Haßfurt sind Beispiele seiner Baukunst in den Haßbergen. Einige bekannte Bauten außerhalb des Landkreises sind das Juliusspital in Würzburg, das Amtshaus Mainberg, das kloster Ebrach (dem ersten barocken Schlossstift Frankens in Hufeisenform), die Ehrenhofanlage der Abtei Münsterschwarzach, die Kirche in Kleinbardorf un die Kirche in der Cromburg bei Schwäbisch Hall.

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