Reichliche Belohnung bei geschichtsträchtigen Spuren in Obertheres

Wer in Obertheres auf geschichtsträchtigen Spuren wandern will, wird reich belohnt. Denn es sind nicht nur das Opens internal link in current windowehemalige Benediktinerkloster (Privatbesitz), das Opens internal link in current windowSchloss Ditfurth, die Opens internal link in current windowbarocke Marienkapelle, schöne und ehrwürdige Fachwerkhäuser, das Opens internal link in current windowhistorische Rathaus (ehem. auch Centgericht) oder das schlossähnliche Opens internal link in current windowPfarrhaus (ehem. Gästehaus des Klosters) zu entdecken, sondern auch das Geburtshaus des Würzburger Hofbildbauers Opens internal link in current windowJohann Peter Wagner in der Klosterstraße.

Aus der neuzeitlichen Geschichte kann man am ehem. Gasthaus Mattenheimer an der Bundesstraße vorbeispazieren, in dem der bekannte Kinder- und Jugendbuchschriftsteller Opens internal link in current windowPaul Maar einige Jahre seiner Kindheit bei seinen Großeltern während der Kriegsjahre verbrachte. Erlebnisse aus dieser Zeit hat der Opens internal link in current windowSchriftsteller Paul Maar auch in einigen seiner Bücher versteckt einfließen lassen. U.a. im Buch "Kartoffelkäferzeiten".

Theres wird bereits um das Jahr 802 urkundlich erwähnt. Im Spätsommer 906 wurde der ostfränkische Graf Adalbert von Babenberg in seiner Burg "Terissa" belagert und enthauptet.

Im Jahre 975 schenkte König Otto II. (Regierungszeit 973 - 983) seinem Vetter, dem Bayerischen Herzog Heinrich, den Zänker (Vater des späteren Kaisers Heinrich II.) ganz Bamberg mit dem dazu gehörigen einstigen Babenbergischen Landbesitz. Somit zählt Burg und Dorf Theres mitsamt dem Umland zum Besitz der bayerischen Herzöge.
Die Thereser wurden damals zum ersten Mal Bayern. Sie waren somit wohl die ersten "fränkischen Bayern". Kaiser Heinrich II. (Regierungszeit 1002 - 1024) schenkte auf dem Hoftag von Mainz auf Bitten seiner frommen Gemahlin Kunigunde das Königsgut Theres dem 1007 ins Leben gerufenen Bistum Bamberg.

Bischof Suidger von Bamberg gründete um das Jahr 1041 das Benediktinerkloster "Tharisse". (Der Bauernkrieg 1525.) Die goldene Zeit des Klosters begann unter dem Abt Gregor Fuchs 1715-55, der auch eine neue Abteikirche mit Klosteranlage erbaute. Das Klosterleben fand mit der Säkularisation 1803 ein jähes Ende und hiermit eine 800 Jahre währende, von Benediktinermönchen geprägte, Kulturepoche. Die Klosterkirche wurde 1809 abgerissen und samt allen Besitzungen verkauft.

Aus dem Jahr 1727 stammt auch das Rathaus, das damals Centgericht der Abtei war. Der weit über die Grenzen Unterfrankens hinaus bekannte Bildhauer Johann Peter Wagner wurde 1730 in Obertheres geboren. Nicht unerwähnt bleiben darf der Sammler fränkischer Volkslieder Franz Wilhelm Freiherr von Ditfurth.

Die Gemeinde Theres besteht heute aus den Ortsteilen Buch, Horhausen, Ober- und Untertheres mit 2900 Einwohnern. Am 01. Januar 1974 wurde die ehemalige Gemeinde Horhausen nach Obertheres eingemeindet. Im Rahmen der Gebietsreform wurde ab 01. Mai 1978 aus Obertheres, Untertheres und Buch die Gemeinde Theres gebildet. Die Verwaltungsgemeinschaft "Theres", mit den Gemeinden Gädheim, Theres und Wonfurt, hat ihren Sitz im Ortsteil Obertheres. Auch die Grund- und Hauptschule (Johann-Peter-Wagner Grund- und Mittelschule) der Gemeinden Gädheim, Wonfurt und Theres befindet sich hier. Viele Dienstleistungsbetriebe stehen den Bewohnern zur Verfügung. Die in allen Ortsteilen erschlossenen Baugebiete geben den Bürgern die Möglichkeit sich anzusiedeln.

Weitere Ausführungen zur Geschichte

Vor 1200 Jahren, als das Frankenreich Karls des Großen auf dem Höhepunkt seiner Macht stand, trat die Ortsbezeichnung Theres aus dem Dunkel der Geschichte. Vollends in den Brennpunkt deutschen Reichsgeschehens rückte der Ort durch die Babenberger Fehde, die im Jahre 906 mit der Enthauptung des Grafen Adalbert, der hier seinen Stammsitz hatte, ihr Ende fand. Die Güter der Babenberger fielen an die Krone. Um dieses nüchterne Geschehen rankten sich bald Geschichten und Sagen. So soll Adalbert die Gründung des Klosters auf seinen Besitzungen als letzten Wunsch geäußert haben. Gesichert ist, dass Kaiser Heinrich II. das Königsgut des Klosters Theres dem 1007 gegründeten Bistum Bamberg schenkte und der zweite Bamberger Bischof, Suidger, Gründer der Abtei ist.
Am 28. Dezember 1040 wurde Suidger, der junge sächsische Kleriker, zum Bischof von Bamberg geweiht. In der Zeit bis 1047 gründete er das Kloster Theres. Als König Heinrich III. zu seiner Kaiserkrönung nach Rom zog wurde er von Bischof Suidger begleitet. Dort zum Papst vorgeschlagen, ließ er sich widerstrebend am Weihnachtsfest 1046 als Papst Clemens II. inthronisieren. Er versuchte gegen den Widerstand der Adeligen Roms ziemlich erfolglos die unhaltbaren Zustände in der Kirche (vor allem die Simonie = Handel mit geistlichen Dingen) zu ändern. Für seine Klostergründung Theres stelle er unter dem Datum vom 01. Oktober 1047 einen päpstlichen Schutzbrief aus. Sein Pontifikat endete bereits am 09. Oktober 1047, er starb unter ungeklärten Umständen im Kloster San Tommaso.
Der Leichnam Clemens II. wurde, wie von ihm gewünscht, von Getreuen nach Bamberg überführt. Im Bamberger Dom fand er im einzigen Papstgrab nördlich der Alpen seine letzte Ruhestätte.
Im Jahre 975 schenkte König Otto II. (Regierungszeit 973 - 983) seinem Vetter, dem Bayerischen Herzog Heinrich, den Zänker (Vater des späteren Kaisers Heinrich II.) ganz Bamberg mit dem dazu gehörigen einstigen Babenbergischen Landbesitz. Somit zählt Burg und Dorf Theres mitsamt dem Umland zum Besitz der bayerischen Herzöge.
Die Thereser wurden damals zum ersten Mal Bayern. Sie waren somit wohl die ersten "fränkischen Bayern". Kaiser Heinrich II. (Regierungszeit 1002 - 1024) schenkte auf dem Hoftag von Mainz auf Bitten seiner frommen Gemahlin Kunigunde das Königsgut Theres dem 1007 ins Leben gerufenen Bistum Bamberg.
Bischof Suidger von Bamberg gründete um das Jahr 1041 das Benediktinerkloster "Tharisse". (Der Bauernkrieg 1525)Die goldene Zeit des Klosters begann unter dem Abt Gregor Fuchs 1715-55, der auch eine neue Abteikirche mit Klosteranlage erbaute. Das Klosterleben fand mit der Säkularisation 1803 ein jähes Ende und hiermit eine 800 Jahre währende, von Benediktinermönchen geprägte, Kulturepoche. Die Klosterkirche wurde 1809 abgerissen und samt allen Besitzungen verkauft.
Auf Bitten des Bischofs Rupert von Bamberg vergibt Kaiser Heinrich IV.am 21. August 1097 mit Zustimmung des Bischofs Einhard von Würzburg, dem Kloster Theres den Mainzoll, einen Jahrmarkt und das Münzrecht.
Aus dem Jahr 1727 stammt auch das Rathaus, das damals Centgericht der Abtei war. Der weit über die Grenzen Unterfrankens hinaus bekannte Bildhauer Johann Peter Wagner wurde 1730 in Obertheres geboren. Nicht unerwähnt bleiben darf der Sammler fränkischer Volkslieder Franz Wilhelm Freiherr von Ditfurth (Schloss Ditfurth).
Die Gemeinde Theres besteht heute aus den Ortsteilen Buch, Horhausen, Ober- und Untertheres mit 2900 Einwohnern. Am 01. Januar 1974 wurde die ehemalige Gemeinde Horhausen nach Obertheres eingemeindet. Im Rahmen der Gebietsreform wurde ab 01. Mai 1978 aus Obertheres, Untertheres und Buch (Gemeindeverbindungsstraße - Kreisstraße HAS 4 ca. 550 KB) die Gemeinde Theres gebildet. Die Verwaltungsgemeinschaft "Theres" hat ihren Sitz im Ortsteil Obertheres. Die in allen Ortsteilen erschlossenen Baugebiete geben den Bürgern die Möglichkeit sich anzusiedeln.
Theres besitzt seit dem Jahr 1995 ein modernes Gemeindearchiv.

In Archiven gibt es Unterlagen von den"Oberthereser Löchern" auf der Nordseite des Zabelsteins. Von dort sollen Steine für die Klosterbauten unter Abt Gregor II gebrochen worden sein.
Namen wie Schirling und Krautwurst (Österreich), Biertempel und Schlegelmilch (Thüringen) oder Tully und Tschiggfrey kamen durch die Einbürgerung von Umsiedlern, bedingt durch den 30-jährigen Krieg, in den Gemeindebereich. Viele Bauhandwerker wanderten zu dieser Zeit ins Frankenland ein und siedelten sich auch in Theres an.
Im Gemeindearchiv finden sich Rechnungen aus der Mitte des 18. Jahrhunderts über alljährliche Geldausgaben für die Beschaffung von Pulver. Es war damals üblich, dass bei den kirchlichen Prozessionen durch die Flur immer kräftig geschossen wurde, wodurch die Bedeutung dieses kirchlichen Vorgangs unterstrichen wurde und dies auch die Nachbarn im Maintal hören konnten.
Z. B. finden sich in Oberthereser Unterlagen von 1749 wann diese Flurgänge stattfanden. Ein Flurgang war am Urbanstag (25. Mai) und der zweite an Pfingsten (Juni). Der Schutzpatron der Winzer, St. Urban, verweist auf den Weinbau in der Oberthereser Gemarkung. Weinberge gab es in Richtung Wülflingen und Untertheres.
Eine Archivunterlage aus dem Jahr 1763 weist auf eine Wallfahrt nach Maria Limbach hin. Dort hat der wohl bekannteste Thereser, Johann-Peter-Wagner die Kanzel, den Hochaltar und auch die Seitenaltäre geschaffen. Rund 120 Thereser sollen sich damals für fünf Gulden Gebühr auf den Weg gemacht haben, um die Bauwerke zu begutachten.
Nach alten Überlieferungen herschte schon seit Vorzeiten auf dem Main ein reger Schiffsverkehr, der schon ab 1700 in geregelter Form abgelaufen sein soll und naturgemäß auch an Ober- und Untertheres vorbeiführte. Es muss aber in Obertheres auch schon vorher eine Haltestelle oder einen Ein- und Ausladeplatz für die Schiffe gegeben haben. Ein Pachtvertrag zwischen dem Kloster und dem Pächter der Klosterschänke aus dem Jahre 1692 legte fest, dass dort an die "Schiffsleuth" und an den "Bamberger Schiffsmann" Verpflegung gereicht werden musste.

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