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Die Geschichte des Wonfurter Schlosses

Laut Urkunden und Überlieferungen fungierte die Wasserburg Wonfurt ursprünglich als ein Gerichtshof, der nach der Besiedlung des Maingebiets durch die Franken unter Karl dem Großen als eine Zentralstelle (Centuris), also ein Hauptsitz für Gericht und Verwaltung der umliegenden Siedlungen diente. Als Patrimonialgericht hat das Schloss Wonfurt diese Funktion bis 1851 beibehalten.

810 - 850 soll der Überlieferungen nach eine Frau von Unfordie die Besitzerin des Schlosses gewesen sein. Ihr Mann starb während eines Feldzugs gegen die heidnischen Thüringer.
Da sie ohne Erben war, vermachte sie ihren gesamten Grundbesitz dem Burggrafen von Obertheres, Graf Babenberg, unter der Bedinung, falls der Graf oder seine Nachkommen den Gerichtshof jer veräußern sollten, dass dieser nur an eine geistliche oder religiöse Korparation weitergegeben werden darf.
Uonfordi oder Uonifurt hatte dank seiner Lage unweit des gegenüber liegenden Kastells der Babenberger an der Main durchquerenden Furt schon früh an Bedeutung erlangt.
Wonfurt wurde im Jahr 903 das erste Mal als Teil der Besitzungen des Grafen Adelhard von Babenberg urkundlich erwähnt. Dieser lehnte sich gegen den ostfränkischen König Ludwig IV. (auch bekannt als Ludwig das Kind) auf, unterlag jedoch im Kampf. Es war ein Kampf um die Vorherrschaft in Frankreich, denn 911 starb mit Ludwig IV. das Geschlecht der Karolinger aus. Während diesem Konflikt unterlagen die Babenberger dem Grafengeschlecht der Konradiner. Dieses Geschlecht stellte mit Konrad I. von 911 bis 918 den nächsten deutschen König, der jedoch nicht voll anerkannt wurde. Vor seinem Tod ernannte Konrad I. seinen Gegenspieler, Heinrich von Sachsen, unter Umgehung seines Bruders Eberhard zu seinem Nachfolger und nächsten deutschen König.
Der letzte Babenberger erlebte dies jedoch nicht mehr, denn er wurde bereit 908 in seiner Burg Theres wegen Landfriedensbruch enthauptet. Infolgedessen fiel Wonfurt in klösterlichen Besitz.

1303 werden als Gefolgsleute des Klosters von Mariaburghausen die Gebrüder Wernhaus und Guno von Wunfurth genannt.

1330 wird Dietrich von Fuchs in Wonfurt bezeugt, der die Linie der Fuchs von Wonfurt begründete. Diese ist für den Bau einer Kapelle in Wonfurt verantwortlich. Allen am Bau der Kapelle Beteiligten erteilte Papst Urban V. 1363 einen Ablass von 40 Tagen.
1397 nimmt Cuntz Fuchs von Wonfurt an einer Fehde zwischen den Städten und dem Landesherren, dem Fürstbischof von Würzburg teil. Die elf Städte werden 1400 schließlich in der Schlacht bei Bergtheim geschlagen. Der Ritter Fuchs wird wegen Landes- bzw. Hochverrates bestraft und zu einer Schadensersatzszahlung verurteilt.

1525 hat sich Georg Fuchs von Wonfurt während des Bauerkrieges in seinem eigenen Wald vor dem in der Nähe lagernden Haßfurter Haufen versteckt. Er wurde jedoch entdeckt, als der Haßfurter Haufen von der Zerstörung der Burg Zabelstein zurückkehrte. Infolgedessen wurde er in sein eigenes Gefängnis gesperrt. So entging Schloss Wonfurt der Zerstörung im Bauernkrieg.

1580 starb mit Wilhelm Karl Fuchs von Wonfurt der letzte aus dem Geschlecht Fuchs von Wonfurt.